Mit »unterwegs« auf dem Laufenden
Testen Sie die Zeitschrift der Evangelisch-methodistischen Kirche.
Hier können Sie ein Gratis-Heft oder auch gleich ein Probe-Abo bestellen.
Alle Meldungen 2010
Dienstag, 27. Juli 2010
»unterwegs« 16/2010
Dienstag, 27. Juli 2010
Die Zukunft der EmK im Blick
Mittwoch, 21. Juli 2010
Sitzwachenangebot in Martha-Maria Nürnberg
Dienstag, 20. Juli 2010
Jepsen setzte sich immer für Schwache und Ausgegrenzte ein
Donnerstag, 15. Juli 2010
»unterwegs« 15/2010
Mittwoch, 7. Juli 2010
Der Weg zum Glauben
Dienstag, 6. Juli 2010
Routine auf hohem Niveau
Montag, 5. Juli 2010
»unterwegs« 14/2010
Donnerstag, 1. Juli 2010
Bischöfin Wenner: Wulff sollte die Sehnsucht nach Veränderung aufgreifen
Mittwoch, 30. Juni 2010
Neues von der Weltmission - Infomail 133
Montag, 28. Juni 2010
EmK-Jugend der Welt trifft sich in Berlin
Donnerstag, 24. Juni 2010
Zwei Neuerscheinungen auf dem Markt
Montag, 21. Juni 2010
Evangelisch-methodistische Kirche diskutiert ihre Strategie bis 2018
Montag, 21. Juni 2010
»unterwegs« 13/2010
Freitag, 18. Juni 2010
EmK in Sammelband zu »Sterbehilfe« vertreten
»unterwegs« 4/2010
Durch Märchen zum Glauben - Thomas Gerold über einen vielschichtigen Künstler.
Er war Literaturwissenschaftler, Autor, Fachbuchautor und Romanschreiber. Bekannt geworden ist der Schriftsteller C. S. Lewis aber mit Kinderbüchern. In den »Chroniken von Narnia« behandelt Lewis zentrale Fragen des Christentums: Schöpfung, Sünde und Erlösung, Tod und Auferstehung, Gericht und Vergebung.
Als junger Mann hatte Clive Staples Lewis genug vom Christentum: Geboren am 29. November 1898 in Belfast, verlor er mit zehn Jahren seine Mutter. In den englischen Schulen, in die ihn sein Vater schickte, kam er nicht zurecht. Von da an bezeichnete er sich als Atheist. Ab 1917 studierte Lewis in Oxford, wurde aber bald zum Militärdienst eingezogen. Nur durch eine baldige Verwundung überlebte er. Zurück in Oxford setzte er sein Studium in Alten Sprachen, Philosophie und Englisch fort. 1925 bekam er einen Lehrauftrag für Englisch am Magdalen College Oxford.
Im Lauf der Zeit näherte sich Lewis mehr und mehr dem Christentum. Eine wichtige Rolle spielten dabei Gespräche mit seinen Freunden, den Autoren J. R. Tolkien und Hugo Dyson. 1931 schließlich bekehrte er sich endgültig zum Christentum - aber nicht zuerst auf der Gefühlsebene, um dann seine philosophische Position dementsprechend anzupassen. Gerade die Vernunft sprach für das Christentum und zwang ihn geradezu zur Annahme des Glaubens.
Der neugewonnene Glaube prägte sein Wirken. Große Verbreitung erlangte er mit Werken wie »The Problem of Pain« (Über den Schmerz) und den unterhaltsamen »Screwtape Letters« (Dienstanweisungen an einen Unterteufel). Darin zeigt Lewis den Alltag des Menschen aus der Perspektive eines Teufels. Diese Bücher bringen den Leser sowohl zum Schmunzeln wie zur Gewissenserforschung.
Am weitesten verbreitet sind seine Kinderbücher, die »Chronicles of Narnia«. Kinder stoßen darin auf eine andere Welt. Diese wird unter anderem von sprechenden Tieren, mythologischen Gestalten wie Faunen, Centauren und Zwergen bevölkert. Auch gibt es große Gefahren und Abenteuer. Das Entscheidende aber ist der sprechende Löwe Aslan. Er steht für Christus. In diesen Büchern werden zentrale Fragen behandelt: Schöpfung, Sünde und Erlösung, Tod und Auferstehung, Gericht und Vergebung.
1957 heiratete Lewis im Krankenhaus die amerikanische Schriftstellerin Joy Davidham. Die Geschichte ist ungewöhnlich: Joy hatte unter anderem durch die Werke von Lewis zum christlichen Glauben gefunden. Sie besuchte ihn in Oxford. Eine enge Freundschaft entstand. Joy blieb mit ihren Kindern in England, bekam allerdings nach einigen Jahren Probleme mit der Aufenthaltserlaubnis. Als die Abschiebung drohte, bat sie Lewis um eine geheime standesamtliche Ehe, was dieser gewährte. Kurz danach erkrankte Joy an Krebs. Lewis verliebte sich in sie - Joy hatte sich wohl schon deutlich vorher in Lewis verliebt. Allerdings war sie geschieden. Die kirchliche Ehe am Krankenbett war nur dadurch möglich, dass der Pfarrer die kirchliche Anweisung, Geschiedene nicht zu trauen, ignorierte. Zunächst war ungewiss, ob Joy das Krankenhaus lebend verlassen würde. Lewis betete um Heilung. Der Tumor hörte auf zu wachsen. So hatten beide zwei glückliche Jahre, ehe sie 1960 am wiederaufgetretenen Krebs starb. Lewis wurde durch ihren Tod tief getroffen. Sein Glaube überstand diese schwere Belastung, doch wenig später verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Am 22. November 1963 starb er in Oxford.
Fast fünfzig Jahre später werden seine Bücher millionenfach gelesen. Mit gutem Grund: Lewis‘ Anfragen an das naturwissenschaftliche Weltbild sind heute aktueller als zu seiner Lebenszeit. Lewis hat vielen geholfen, das Christentum zu verstehen.

